Erlebt, geschrieben und gesprochen von Kai Sommer
Ihr könnt euch die Geschichte auch ganz entspannt anhören:
Wir schreiben noch das Jahr 2023.
Ich schenkte meiner Frau zu Weihnachten eine Reise nach Übersee, doch dazu später. Um dorthin zu kommen entschieden wir uns über Schiphol zu fliegen.
Als Unterkunft suchten wir uns ein Hotel aus, wo wir schon mal übernachtet hatten. Es war das NHow Amsterdam RAI am Europaboulevard 2 B.
Dieses Hotel besticht durch seine besondere Bauweise, seinem Design, der 24 Stockwerke und einer Terrasse, welches es erlaubt bei schönem Wetter draußen zu frühstücken und dies in der 17. Etage, mit einer großartigen Aussicht auf Amsterdam.
In der 24. Etage gibt es die Lokalitäten SELVER und SONORA. Es sind 2 Bars mit einer exklusiven Auswahl an Cocktails, verschiedenen Getränken und Speisen und mit einem 360 Grad Blick auf Amsterdam.
Bei Nacht schon eine sehr beeindruckende Aussicht, doch wie sollte es erst an Silvester werden? Es gab eine Einladung von dem Hotelmanagement, dass alle Gäste des Hauses, 15 Minuten vor Mitternacht auf die Terrasse in der 17. Etage gehen konnten. Man bekam gratis Sekt zum Anstoßen und eine überragende Aussicht auf zigtausende Feuerwerke. Es versprach ein großartiger Augenblick zu werden.
Nach der Ankunft am Hotel versorgten meine Frau und ich uns bei dem ortsansässigen Supermarkt mit Leckereien für den Silvesterabend. Wir entschieden uns auf dem Zimmer zu essen, da in den HotelRestaurants schon alles lange ausgebucht war und das Wetter zu ungemütlich für Spaziergänge. Es war kein Problem für uns, da wir die Zeit mit uns gemeinsam sehr genossen und wir es uns sehr gemütlich machten. Mir fiel auf, dass meine Frau sehr aufgeregt war. Ich schob es auf die allgemeine Situation und glaubte, die Vorfreude ein Silvesterausblick aus der 17. Etage, wäre der Grund. Ich sollte mich täuschen.
Wir aßen verschiedenste Leckereien, tranken niederländisches Bier und machten uns rechtzeitig für den Jahreswechsel schick, packten uns aber auch dick ein. Nun ging es mit dem Aufzug in die 17. Etage. Man empfing uns schon mit einem gekühlten Glas Sekt in der Hand. Die anwesenden Gäste waren ausgelassen und gut gelaunt. Wir gingen direkt auf die Terrasse. Noch regnete es und der Wind war eisig kalt. Unter eine von den wenig überdachten Stellen, die uns vor dem Regen ein wenig schützte, blickten wir, eng umschlungen, mit unserem Sektglas in der Hand, über die Stadt.
Vereinzelt wurden schon die ersten Raketen in der Ferne gezündet. Wir hatten ein Sichtfeld von ungefähr 180 Grad und konnten weit bis zum Horizont schauen. Es dauerte nur noch wenige Minuten bis zum Höhepunkt des Abends.
Der Regen ließ in diesen Augenblick nach. War das ein Zeichen?
Die Menschen um uns herum waren alle gespannt. Plötzlich fing irgendjemand laut mit dem zählen des Countdowns an…alle anderen machten mit..5…4…3…2…1.. um 00:00 Uhr prosteten meine Frau und ich uns zu. Alle Menschen um uns herum taten das Gleiche, feierten und schauten sich glücklich in die Augen, umarmten sich und küssten sich. Es war ein großartiger Moment für mich und meine Frau. Wir wussten gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollten. Es war ein einziges Meer an Raketen, Batterien von Feuerwerken und Knallern. Es blitzte grell, leuchtete in allen Farben und donnerte aus allen Richtungen. Es war ein herrlicher Ausblick den wir so schnell nicht vergessen werden.
Doch nun passierte etwas. Meine Frau stellte sich mir gegenüber und schaute mich von unten mit leuchtenden Augen an. Sie zog ein zusammengefaltetes Blatt Papier aus ihrer Jackentasche und sagte zu mir, dass ich das Feuerwerk weiter genießen solle und Ihr nur zuhören möge.
Sie ließ, mit leicht zittriger Stimme, in kurzen Sätzen, unsere letzten 3 Jahre nach unserer Heirat Revue passieren. Sie betonte darin die spannenden, glücklichen und aber auch die schweren Zeiten, die uns als Paar aber ungemein zusammengeschweißt haben. Zudem betonte sie nochmal welch ein wichtiger Teil ich in Ihrem Leben bin und dass dies auch bis zu unserem Ende so bleiben soll. Um ihre innige Liebe nochmal zum Ausdruck zu bringen, wollte sie mich jetzt nochmal fragen, ob ich ihr Mann werden möchte, und sie noch ein 2tes mal heiraten würde.
Ich war unendlich ergriffen von dieser spontanen und die für mich total überraschenden Aktion meiner Frau, die schönen Worte und ihre Liebesbekundung, die mich sehr stolz und unendlich glücklich machten, mit dieser Frau zusammen sein zu dürfen.
Es war einfach für mich „ ja, ich will“ zu ihr zu sagen.
Nicht dass dies schon genug gewesen wäre für diesen Abend, und dem Leser noch nicht genannt worden ist, wohin die Reise gehen sollte, hatte sie letztendlich, alles dafür vorbereitet, dass wir beide uns in den USA, in der 8 Millionen Metropole, New York, nochmal das Jawort geben werden und dies auf einem Standesamt mitten in Manhattan
…. Und da war er:
„Der grosse laute Knall am Ende eines Feuerwerks“
Kai Sommer
Ehemann, bester Freund und Wegbegleiter von Daniela.
Als Hobbyblogger erstellt er gerne Beiträge aus dem Leben und wird diese künftig auch hier teilen.
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